Jenny Hartmann von der Trauerwerkstatt Miltenberg beantwortet mir 5 Fragen für die Sternenkindermappe. Ich erstelle sie für Sterneneltern und Mitfühlende, wie ich sie mir gewünscht hätte.
Mit Handlungsmöglichkeiten und Orientierungsfragen, die ich in 6 Jahren, 3 Ländern und mit 2 Sternenkindern gesammelt habe.
Für die Zeiträume: vor dem Abschied, beim Abschied, nach dem Abschied und für immer mit Sternenkindern.
Meine Erfahrung ist nur eine, deshalb bitte ich Sterneneltern und Sterneninitativen, ihre Erfahrungen mit mir zu teilen.
In diesem Interview antwortet Jenny Hartmann: Trauerbegleiterin mit Einzel- und Gruppengespräche und verschiedenen Ansätzen wie zum Beispiel Kintsugi.
1. Wie ist der Name und für welche Region gilt das Angebot?
Ich bin Jenny Hartmann – Sozialpädagogin sowie Lebens– und Trauerbegleiterin. Meine Wirkungsstätte ist die Trauerwerkstatt Miltenberg. Ich begleite online und vor Ort, etwa mit meinen Kintsugi-Angeboten und verschiedenen Trauergruppen. »Vor Ort« heißt: am bayerischen Untermain – und überall dort, wo man mich hin einlädt.
2. Welches Angebot besteht für Sterneneltern?
ich biete verschiedenste Formen der Begleitung an: Emotionale Begleitung bei »kleinen Geburten.« Sternchenzeit – ein Gruppenangebot (auch online) für Frauen nach einem Schwangerschaftsverlust im ersten Trimester. Einzelbegleitungen. Begleitung nach auffälligem pränatalem Befund. Begleitung während der Kinderwunschbehandlung. Abschied vom Kinderwunsch.
3. Was war der Auslöser für die Initiative, welches Erlebnis, welche Erfahrung entfachte bei dir die Energie etwas für Sternenkinder anzubieten?
Ich bin selbst Mama von zwei Sternenkindern. In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich eine »kleine Geburt« in der 8. Schwangerschaftswoche. Unser drittes Kind haben wir – trotz der Diagnose »nicht lebensfähig« – bis zu seinem Tod in der 36. Woche weitergetragen. Aus diesen Erfahrungen heraus entstand zunächst eine Selbsthilfegruppe. Dann kam der Wunsch, mich weiterzubilden – um noch besser begleiten zu können. •
4. Was ist die Energiequelle, der Antrieb, der dich immer weitermachen lässt, der dir Kraft gibt, täglich mit dem Tod konfrontiert zu sein und weiterhin anderen zu helfen?
es erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit, trauernden Menschen zur Seite stehen zu dürfen – und sie in ihr »neues« Leben zu begleiten. Trauer ist für mich nicht nur tiefe Traurigkeit – sie ist vor allem Ausdruck von Liebe. Meine Aufgabe sehe ich darin, das Licht am Ende des Tunnels zu zeigen. Ich vermittle, wie sich Stolpersteine erkennen lassen – und helfe, daraus Trittsteine zu setzen. Es ist so wunderbar zu sehen, wenn Menschen Mut fassen, sich auf diesen Weg einzulassen. Mein Ziel ist es, dass sie sich wieder Leben zutrauen. Das treibt mich an.
5. Worüber können euch Sterneneltern am besten erreichen, zu welcher Zeit und wann ist mit einer Rückmeldung zu rechnen?
ich bin gut erreichbar über Instagram – oder über meine Website: www.trauerwerkstatt-mil.de. In der Regel antworte ich innerhalb von 24 Stunden.
Vielen Dank für das Interview liebe Jenny.
Klicke einfach auf den Link und du kannst mehr über die Trauerwerkstatt erfahren.
Wenn du deine Angebote oder Erfahrungen mit Sternenkindern teilen möchtest, schreibe mir gerne an tanja@sternenkinder.org
