Der Sternenvater André Hassan Khan beantwortet mir 5 Fragen für die Sternenkindermappe. Ich erstelle sie für Sterneneltern und Mitfühlende, wie ich sie mir gewünscht hätte.
Mit Handlungsmöglichkeiten und Orientierungsfragen, die ich in 6 Jahren, 3 Ländern und mit 2 Sternenkindern gesammelt habe.
Für die Zeiträume: vor dem Abschied, beim Abschied, nach dem Abschied und das Leben mit Sternenkindern.
Meine Erfahrung ist nur eine, deshalb bitte ich Sterneneltern und Sterneninitativen, ihre Erfahrungen mit mir zu teilen.
In diesem Interview antwortet André Hassan Khan auf meine Fragen:
Welchen Spuren hinterlassen deine Sternenkinder in deinem Leben? Wofür bist du deinen Sternenkinder, der Erfahrung dankbar?
Levi und Noah sind immer bei mir und haben eine mega große Lücke hinterlassen, die nie wieder gefüllt werden kann. Nachdem so viele Versuche, schwanger zu werden, scheiterten, konnte ich mich auf die beiden nicht einlassen und mich nicht wirklich freuen. Die beiden haben es geschafft, mich auf den Boden zu schmeißen – und gleichzeitig wieder aufzurichten. Wow.
Vorher/Seither: Was hat dich vor deinem Sternenkind ausgemacht? worüber hast du dich definiert? was siehst und fühlst du seit deinem Sternenkind anders?
Es hat sich nichts wesentlich geändert – tatsächlich. Nur bin ich jetzt dankbarer, wenn Kinder eine Chance bekommen. Wenn ich ihnen diese geben kann.
Sinnesreise mit Sternenkindern. Lass dich inspirieren von hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen, tasten; Was verbindest du mit: a) Trauer, b) Liebe, c) Friedhof, d) Sternenkinder, e) Tod und f) Leben.
Ich muss schon sagen, dass sich das alles sehr soft und spirituell liest. Ich bin eher ein einfacher Mensch, der sich wenig auf solche Reisen begibt.
Gefühle sind nicht immer möglich. Daran ist auch meine Verwundung schuld. Nicht immer kann ich das zulassen. Trauer ist ein sehr intensiver Prozess des Tschüss-Sagens. Diese Verletzung und gleichzeitige Erinnerungsbildung ist sehr krass – und fühlt sich wie eine starke Grippe an. Wahnsinn, wie der Geist versucht, die gefühlte Nähe zu löschen – bzw. in Erinnerung umzuwandeln.
Ja, Liebe ist schon merkwürdig. Man fühlt sich jemandem hingezogen und vertraut oftmals bedingungslos. Gleichzeitig hinterfragt man, ob das wahr sein kann. Ein Mensch mit weniger Gefühlen kann sich da schon verlieren.
Friedhof? Ein schrecklicher, beklemmender Ort – aber irgendwie nicht endgültig. Ich sage immer, dass ich fünf Kinder habe, zwei davon bereits verstorben. Als meine – unsere – Kids. Unabhängig davon denke ich, dass wir als human beings den unwahrscheinlichen Drang haben, Nachwuchs zu raisen. Wie die Tiere – nur ist es nicht das oberste Ziel bei uns, evolutionär gedacht, versteht sich.
Tod ist doof. Ich mag da nicht so gerne dran denken. L’chaim – auf das Leben.
Was würdest du in das Poesiealbum deines Sternenkindes schreiben:
a) Alle Farben.
b) Dreieck – geschlossen, aber die Ecken sind schon sehr hart.
c) Trauer – aber gesunde Trauer. Auch Dankbarkeit: Ohne die beiden wären sicherlich die drei wunderbaren Zwerge nicht bei uns eingezogen.
Wie heißen deine Sternenkinder? Gerne kannst du hier noch mehr über sie erzählen. Wie bei einem Steckbrief im Poesiealbum: Name, Alter, Größe, Abschied, … .
Noah und Levi. Alter: 0. Größe: 12. Abschied: Hart und schmerzvoll. Meine Frau lag lange in schmerzhaften Wehen, bis die beiden sich entschlossen, auf die Welt zu kommen. Ich wollte die beiden eigentlich nicht in den Arm nehmen – die beiden haben mir die Entscheidung abgenommen. Dafür bin ich dankbar.
Vielen Dank für das Interview lieber André
Besuche André und erfahre mehr über sein Engagement für die Gesellschaft als Mensch, Vater, Soldat, Autor und vieles mehr.
Wenn du deine Angebote oder Erfahrungen mit Sternenkindern teilen möchtest, schreibe mir gerne an tanja@sternenkinder.org

